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Jan-Niklas Droste: „Ich liebe meinen Sport!“

Rintelner Radprofi steht für fairen und sauberen Sport / Sportlerwahl: Endziffer -04
Der Rintelner Jan-Niklas Droste (vorne) gehört zu Deutschlands besten Radsportlern.  Foto: pr
Der Rintelner Jan-Niklas Droste (vorne) gehört zu Deutschlands besten Radsportlern. Foto: pr

Sportler des Jahres (uk). Der Rintelner Jan-Niklas Droste hat als Radsportler das Erbe der „Generation Armstrong“ auszubaden. Dennoch betreibt der 22-Jährige seinen Sport mit Leidenschaft und Akribie. Droste gehört zu den Top 50 unter Deutschlands Radprofis, unterschrieb im Jahr 2012 seinen ersten Profivertrag beim MPL-Team und steht mit beiden Beinen im Leben. Wenn Sie für Jan-Niklas Droste als Schaumburgs Sportler des Jahres stimmen möchten, wählen Sie die Nummer (01 37) 8 88 02 00 04 (siehe Telefonkasten unten).

Was haben Sie im

vergangenen Jahr, sportlich gesehen,

besonders gut gemacht?

Ich habe in meinem „ersten“ Jahr bei einem richtigen Radsportteam den zweiten Platz bei der „Tour de Berlin“ belegt, Weltranglistenpunkte gesammelt, sowie zahlreiche Siege eingefahren. Ich bin im Jahr 2012 im Ranking unter den besten 50 Radfahrern Deutschlands.

Was war außerhalb vom Sport besonders gut?

Dass ich mein Medizinstudium fortgesetzt habe und eine Balance zwischen den Anforderungen des semiprofessionellen Radsports und „normaler“ beruflicher Zukunftsplanung schaffen konnte.

Welchen Sportler

möchten Sie gerne kennenlernen und

warum?

Ich würde gerne mal mit den Radprofis Fabian Cancellara und Tony Martin ins Trainingslager fahren und mir einige Tricks abschauen und lernen, wie sie mental über Jahre so stark sein können. Ansonsten wäre es super, die Generation der Radfahrer um Armstrong zu treffen, die uns Nachwuchsfahrern das Leben so schwer macht und den Sport in ein so unglaublich schlechtes Licht gerückt hat. Ich würde sie fragen, ob sie nachts noch schlafen können.

Wie motivieren Sie sich?

Ich weiß, dass ich nicht auf den Sport angewiesen bin. Daher motiviert es mich umso mehr der Konkurrenz zu zeigen, dass ich genauso stark oder sogar stärker bin, obwohl ich noch eine ganze Menge andere Sachen zu tun habe. Dazu bin ich bei Aktivitäten, die mir wichtig sind, sehr perfektionistisch und akribisch – manchmal vielleicht auch zu sehr.

Wie gehen Sie mit Niederlagen um?

Sie gehören (leider) zum Sport dazu. Ich versuche genauso damit umzugehen wie mit einem Sieg, weil auch ein gewonnenes Rennen nie perfekt ist. Ich frage mich: Warum ist das passiert? Was habe ich falsch gemacht? Und wie kann ich es beim nächsten Mal anders machen? Wenn ich aus der Niederlage dann etwas Wichtiges gelernt habe, kommt ein Notizzettel an meine Zimmertür – das passiert mir dann meistens nicht noch einmal.

Welchen Sport schauen Sie sich im Fernsehen an?

Ich habe in Gießen keinen Fernseher. Ansonsten bei Freunden Wintersport und im Internet die Live-Streams der Radrennen. Beachvolleyball finde ich auch cool.

Welche Sportart

würden Sie gern mal ausprobieren?

Wellenreiten! Das wäre mal etwas ganz anderes. Gutes Wetter, Sonne, Strand, Meer und was noch so alles dazugehört.

Wo kann man Sie beim Feiern treffen?

Die meiste Zeit verbringe ich an meinem Studienort in Gießen. Hier gibt’s ein paar coole Clubs. Ist alles relativ „studentisch“, aber das gefällt mir. Im Sommer wird es aber schwer, mich dort oft zu treffen, da ich von März bis Oktober jedes Wochenende bei Rennen bin.

Mit was feiern Sie?

Schampus oder Mineralwasser?

Von Schampus habe ich meistens Kopfschmerzen am nächsten Tag, aber wenn es etwas zu feiern gibt, bin ich natürlich dabei.

Warum sollten Sie die Leser zum Sportler des

Jahres 2012 wählen?

Weil ich meinen Sport liebe und tatkräftig versuche, den Generationswechsel im Radsport in Richtung fairen und sauberen Sport mitzugestalten. Die Wahl würde mir zeigen, dass ich damit auf dem richtigen Weg bin und das Interesse der Menschen noch nicht komplett verloren ist. Außerdem wären wir da wieder beim Thema Motivation: Wenn ich mich auf den letzten drei Kilometern beim Einzelzeitfahren an die Sportlerwahl erinnere, fahre ich bestimmt etwas schneller!

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Mit dem Mountainbike abseits der Pisten zu fahren ist ein wahres Vergnügen. Sehr anstrengend aber absolut empfehlenswert.


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