Stadthagen
Tonziegel lassen den Waschbeton verschwinden Stadthagen (sk). Die Schüler sind in den Ferien, im und am Wilhelm-Busch-Gymnasium (WBG) haben die Handwerker die Regie übernommen. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Konjunkturpaket II unterzieht der Landkreis die 1972 gebaute Schule einer Sanierung für rund eine Million Euro.
„Ich bin froh, wenn alles wieder sauber ist.“ Ein Stoßseufzer entfuhr Hausmeister Michael Hardekopf im Gespräch mit unserer Zeitung. Hardekopf hält in der Schule derzeit die Stellung, ist Ansprechpartner für die kommenden und gehenden Handwerker, für Installateure und Maler, Elektriker, Fassadenbauer und Steinmetze.
Der Sanierungskatalog ist umfangreich. Unter anderem wird die Gasheizung, die sich das WBG mit der IGS teilt, optimiert. 33 Räume erhalten – ebenso wie das Ratsgymnasium (wir berichteten) – eine energiesparende Einzelraumregelung. Noch im Einsatz befindliche (jedoch nicht mit Asbest belastete) Elektrospeicheröfen werden ausgemustert. Fachunterrichtsräume erhalten neue Farbe und eine neue Einrichtung, die Böden neue Belege. Die Jungen-Toiletten werden für 100 000 Euro saniert.
30 Jahre haben die Holzfenster der Schule „auf dem Buckel“ und müssen ausgetauscht werden. Und die Fenster erhalten neue Beschattungsanlagen, in Schienen laufende Lamellen-Jalousien. Diese passen sich farblich der aufwendigsten und augenfälligsten Sanierungsmaßnahme an. Die Einrüstung der Schule weist darauf hin: Für 620 000 Euro erhält unter anderem der Hauptbaukörper des Wilhelm-Busch-Gymnasiums neue Fassaden. Der Waschbeton verschwindet hinter anthrazitfarbenen Tonziegeln.