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„Wirtschaftlichste Lösung wird die Nase vorn haben“
Hagenburg/Landkreis (jpw). Die Positionsbestimmung in Sachen gemeinsamer Leitstelle Nienburg/ Schaumburg bestimmte inhaltlich die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in Hagenburg. Lob bekam die Kreisfeuerwehrführung unter anderem für ihre „niedersachsenweit beispielhafte Jugendarbeit“.
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„Die wirtschaftlichste Lösung wird die Nase vorn haben.“ So reagierte Niedersachsens oberster Brandschützer, Jörg Schallhorn, auf die von Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote nicht nur während der Verbandsversammlung der Feuerwehren des Landkreises Schaumburg immer wieder geforderte gemeinsame Leitstelle der Landkreise Nienburg und Schaumburg in Stadthagen. „Dies werde ich weiter vertreten und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen“, sagte Grote unter dem Beifall von mehr als 200 Delegierten in der Hagenburger Mehrzweckhalle.

„Ich fühle mich unter Zugzwang gesetzt“, hatte Branddirektor Schallhorn bekannt, der sein Ziel formulierte, die Bedarfsdeckung bei der Aus- und Fortbildung auf 75 Prozent zu heben. Grote hatte die Zuteilungsquote von 69 Prozent für die Schaumburger Feuerwehrleute für Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Celle ein „enormes Problem“ genannt.

In einem leidenschaftlichen Grußwort lobte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Hans Graulich, die Jugendarbeit der Schaumburger Feuerwehren als „niedersachsenweit beispielhaft“. Schaumburgs Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier machte mit Blick auf die Rettungsleitstellen-Diskussion deutlich, dass er dem Innenminister „an verschiedenen Punkten“ widerspreche. Er strich heraus, dass die Feuerwehren trotz der defizitären Haushaltslage weiterhin Zuschüsse bekommen würden.

Grote selbst skizzierte in seinem Jahresbericht die ständig steigenden Anforderungen an die Feuerwehr. Zukunftsbewältigung sei nicht nur eine Aufgabe, der mit Fachwissen alleine begegnet werden könne. „Sie wird für den Einzelnen auch zu einer Charakterfrage“. Das Tagesgeschäft reibe viele Verantwortungsträger auf.

Eine für Nicht-Feuerwehrangehörige seltene Ehrung hat Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier bekommen. Klaus-Peter Grote und Hans Graulich überreichten dem „unermüdlichen Motivator und Unterstützer der Kreisfeuerwehr Schaumburg“ das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Karl-Heinz Nothold (Auetal), bekam das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold gleichfalls verliehen. Andreas Mohr (Bad Eilsen) und Rainer Pflugradt (Stadthagen) erhielten das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Joachim Hellmich bekam die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Silber. Anneliese Schröder (Bad Nenndorf) und Arthur Adam (Samtgemeinde Sachsenhagen) zeichneten Grote und Graulich mit der Niedersächsischen Feuerwehr-Ehrenmedaille aus.
Artikel vom 09.03.2010 - 23.00 Uhr

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