Bückeburg

Partnerschaftsbesuch steht auf der Kippe
Bückeburg (bus). Etwa 120 Personen zeigen nach derzeitigem Informationsstand Interesse an einer von der Stadt für Himmelfahrt (13. bis 15. Mai) geplanten Fahrt ins niederländische Zuidplas. Um die Reise finanziell abzusichern, hat der Ratsausschuss für Sport und Partnerschaft (SPA) einen Zuschuss von höchstens 5000 Euro beantragt, erwachsene Teilnehmer sollen sich mit einem Beitrag an den Kosten beteiligen, dessen Höhe noch festgelegt werden muss.
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André Bonthuis (r.) und Reiner Brombach erneuern den Partnerschaftsvertrag zwischen Nieuwerkerk (heute Zuidplas) und Bückeburg. Die Partnerschaft soll mit einem Gegenbesuch in den Niederlanden gefestigt werden. Foto: Archiv (2)

10 000 Euro verplant

Die Fahrt in die Ortschaft, in der jüngst Bückeburgs Partnerstadt Nieuwerkerk aufgegangen ist, ist als Gegenbesuch des im vergangenen Jahr im Rahmen der 400-Jahr-Jubiläums in der ehemaligen Residenz gefeierten 35-jährigen Bestehens der Partnerschaft konzipiert. „Durch Austausche zwischen den Einwohnern, Vereinen und Schulen sollen die ständigen Beziehungen zwischen unseren Städten von uns gepflegt und gefördert werden“, steht in der damals von den Bürgermeistern André Bonthuis und Reiner Brombach unterzeichneten Urkunde. Damit erhält die Reise quasi offiziellen Status. Allerdings mangelt es an Geld – und die Durchführung ist keineswegs gesichert. Die im Haushalt für städtepartnerschaftliche Belange vorgemerkten 10 000 Euro sind bereits komplett verplant.

Im Ausschuss wurde deutlich, dass das Interesse von Pfadfindern, Budo-Sportlern und Landfrauen über Mittelständler und Musiker bis zur Stadtjugendpflege und zum Seniorenbeirat reicht. Nach Auffassung des SPA-Vorsitzenden Wolfhard Müller wird die beantragte Summe voraussichtlich nicht in voller Höhe in Anspruch genommen werden müssen. Der Ausschuss plädierte – ebenfalls vor dem Hintergrund des schmalen Stadtbudgets – dafür, auf eine große Klausurtagung mit Bückeburgs zweiter Partnerstadt, dem französischen Sablé, vorerst zu verzichten. Diese Partnerschaft besteht 2011 seit 40 Jahren; das Jubiläum soll zunächst im kleinen Kreis vorbereitet werden.

Ausschuss übt Kritik

Keine Entscheidung fassten die Ausschussmitglieder über die Verwendung der noch aus dem Konjunkturpaket zur Verfügung stehenden 54 000 Euro. Hier stehen hauptsächlich die Projekte Sportzentrum Evesen (Fenstererneuerung, rund 44 000 Euro) und Dr.-Faust-Heim (Heizungserneuerung, etwa 30 000 Euro) zur Diskussion. Der SPA will vor einer endgültigen Festlegung weitere Details über die Besitzverhältnisse der am Rand des Dr.-Faust-Sportplatzes errichteten Gebäude in Erfahrung bringen. Der Pachtvertrag für den überwiegend von der Behindertensport-Gemeinschaft genutzten Komplex läuft 2014 aus.

Eine Abstimmung gab es unter dem Tagesordnungspunkt „Sportstätten“ aber dennoch. Die Mitglieder brachten, bei einer von Malte Bolanz erhobenen Gegenstimme, ihr Befremden darüber zum Ausdruck, dass bei der Erneuerung der Heizungsanlage im Jahnstadion auf den Einsatz solar-thermischer Technik verzichtet werden soll. „Das kann ich absolut nicht nachvollziehen“, monierte Müller.
Artikel vom 09.03.2010 - 23.00 Uhr

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