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        <title>Schaumburger Zeitung - Kommentar</title>
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            <title>Spiel-Freude</title>
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            <description>Dieser Sommer ist sehr groß. Auch über dem Festspielsommer scheint die Sonne. Und an diesem Wochenende geht es richtig los: Bayreuth und Salzburg starten. Dass im Hintergrund dunkle Wolken aufziehen, sei nicht verschwiegen. Schon kürzt Schleswig-Holstein seine Zuschüsse zum renommierten Musikfestival und streicht seinen Beitrag zum Jazz Baltica Festival. Dass das 25. Schleswig-Holstein Musik Festival die Zuschüsse mehrfach wieder einspielt, imponiert den Politikern nicht.</description>
            <pubDate>Thu, 22 Jul 2010 17:01:03 +0200</pubDate>
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            <title>Von den Ostfriesen lernen</title>
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            <description>Über Jahrhunderte haben die Ostfriesen mutig ihre Freiheitsrechte verteidigt, sei es gegenüber Angreifern aus der Ferne, dem deutschen Kaiser oder den Hamburger Pfeffersäcken. Die Bewohner dieses einst unwirtlichen Küstenstreifens besitzen auch heute noch ihre spezielle Mentalität, ihre eigenen Traditionen und ihre besondere Sprache. An den Dorfplätzen und auf den Kaimauern flattert ihr Schwarz-Rot-Blau. Nach Oldenburg fährt man allenfalls mal zum Einkaufen. Und nach dem Studium &amp;bdquo;im Süden&amp;ldquo; kehren viele schnell in die Heimat zurück, sofern dort eine einigermaßen auskömmliche Arbeit zu finden ist. Da müsste es eigentlich nicht verwundern, wenn die Ostfriesen, über die der Rest der deutschen Republik so gerne Witze macht, eines Morgens auf ihre Unabhängigkeit pochen. Würde Niedersachsens Ministerpräsident McAllister dann seine Landespolizei für &amp;bdquo;Ordnung&amp;ldquo; sorgen lassen? Müssten Kanzlerin Merkel (gebürtige Hamburgerin!) und ihr Verteidigungsminister zu Guttenberg (aus München!) die Bundeswehr in Marsch setzen, um das Gefüge Deutschlands zusammenzuhalten?</description>
            <pubDate>Thu, 22 Jul 2010 17:55:44 +0200</pubDate>
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            <title>Die neue Option</title>
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            <description>Im zweiten Wahlgang gewählt, mit allen Stimmen der rot-grünen Koalition. So hat sich Hannelore Kraft ihre Wahl zur ersten Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen gewünscht. Wäre sie im ersten Wahlgang mit einer absoluten Mehrheit durchgekommen, die abgewählte Regierung und künftige Opposition hätte keine Gelegenheit ausgelassen, sie als Ministerpräsidentin von Gnaden der Linken zu bezeichnen. Die Linke aber hat sich enthalten &amp;ndash; wie sie es neuerdings gerne tut, wenn es politisch Spitz auf Knopf steht. Das bevölkerungsreichste und wirtschaftsstärkste Bundesland hat jetzt also eine Minderheitsregierung. Der Sozialdemokrat Reinhard Höppner regierte auf diese Weise acht Jahre lang in Sachsen-Anhalt, Richard von Weizsäcker (CDU) zwei Jahre in Berlin, Holger Börner (SPD) drei Jahre in Hessen. Angestrebt hat das keiner von ihnen &amp;ndash; kein Politiker lädt sich freiwillig die anstrengendste Form der Mehrheitsbeschaffung auf. Sie nutzten, wie jetzt Hannelore Kraft, eine historische Situation, die sie nicht einfach schicksalsergeben hinnahmen, sondern mit der sie sich gestaltend arrangierten: Schauen, was geht. Angebote machen. Die, die man braucht, nicht unnötig düpieren. Aus dem Regierungshandwerk muss da gelegentlich Regierungskunsthandwerk werden.</description>
            <pubDate>Wed, 14 Jul 2010 18:23:11 +0200</pubDate>
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            <title>Trauriger 14. Juli</title>
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            <description>Er macht das ganz geschickt. Nicolas Sarkozy ist eben nicht nur Präsident. Er ist auch Rechtsanwalt. Und er ist, wie sich in diesen Tagen zeigt, ein mit taktischem Gespür gesegneter Verteidiger in eigener Sache. Dabei sieht es nicht gut aus für Paris und seinen Politikbetrieb. Staatssekretäre sollen 12 000 Euro allein für Zigarren ausgegeben haben. Arbeitsminister Eric Woerth indessen soll von der L&amp;rsquo;Oréal-Erbin Liliane Bettencourt 150 000 Euro für Sarkozys Wahlkampf angenommen haben.  Die Franzosen sind verwirrt: Wird Woerth nur von Verleumdern angegriffen, weil er der Minister ist, der die ungeliebte Rentenreform ins Parlament einbrachte? Zu letzterer Deutung neigt Sarkozy. Eines steht fest: Das Ansehen der Regierung ist ramponiert. Fast zwei Drittel der Franzosen glauben, dass ihre Politiker &amp;bdquo;eher korrupt als ehrenhaft&amp;ldquo; sind. Ein Schatten fällt auf den heutigen 14. Juli, den Nationalfeiertag.</description>
            <pubDate>Tue, 13 Jul 2010 19:47:07 +0200</pubDate>
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            <description>Von Klaus Dieter Oehler</description>
            <pubDate>Mon, 05 Jul 2010 07:54:28 +0200</pubDate>
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            <title>Kein Wunder</title>
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            <description>Von Stefan Winter</description>
            <pubDate>Fri, 02 Jul 2010 07:26:39 +0200</pubDate>
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            <title>Ungeschminkt</title>
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            <description>Entlarvender geht es kaum: Mitten in einem Krieg kann die ganze Welt hinter dessen Kulissen blicken. Die Veröffentlichung tausender geheimer Dokumente aus Afghanistan hätte für US-Präsident Barack Obama kaum zu einem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Obama, der auch dank seines virtuosen Umgangs mit den Möglichkeiten des Internets seine Wahl gewann, erlebt nun selbst, welche erbarmungslosen Spielregeln das Netz schafft. Die Tatsache, dass Dokumente in diesem Ausmaß öffentlich werden konnten, spricht nicht dafür, dass er seinen Nachrichtenapparat im Griff hat. Oder dass dieser Nachrichtenapparat auf dem Stand des 21. Jahrhunderts ist.</description>
            <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 18:13:58 +0200</pubDate>
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            <title>Im Abwärtssog</title>
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            <description>Umfragen sind flüchtig&amp;ldquo;, sagt der scheidende Regierungssprecher. Daran stimmt so viel, dass bis zur nächsten Bundestagswahl 2013 noch viel passieren kann. Beeindruckend ist allerdings die Stetigkeit, mit der sich in den Umfragen seit der Wahl 2009 die Mehrheit der schwarz-gelben Koalition verflüchtigt. 2006, als die Union zuletzt unter der 30-Prozent-Marke notierte, koalierte sie mit der SPD, da konnte es nicht verwundern, dass ein Teil der konservativen Anhängerschaft sich abwandte. Die FDP allerdings stand damals bei 15 Prozent, mutmaßlich genährt durch enttäuschte Unions-Sympathisanten. Nun, da die Wunschpartner miteinander regieren, sinken beide in der Wählergunst. Die Liberalen werden als unprofessionelle Truppe von Klientelpolitikern wahrgenommen. Die CDU Angela Merkels wiederum hat ihren in der Großen Koalition betriebenen Kurs der Sozialdemokratisierung kaum korrigiert. Sie erscheint vielen erst recht nach der jüngsten Rücktrittswelle und der rumpelnden Präsidentenwahl als Partei, die mit sich selbst nicht im Reinen ist.</description>
            <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 18:38:57 +0200</pubDate>
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            <title>Blockierter Irak</title>
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            <description>Bringt unsere Jungs heim!&amp;ldquo; Der Slogan amerikanischer Irakkriegsgegner ist längst eine weltumspannend populäre Forderung. Auch die islamischen Fundamentalisten im Iran stimmen mit ein und raten den US-Truppen im Irak zum Rückzug. Doch irgendwie wirkt es verdächtig, wenn sich iranische Mullahs einreihen wollen in die Riege der Friedensfreunde.</description>
            <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 20:10:56 +0200</pubDate>
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            <title>Rote Khmer haz</title>
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            <description>Jürgen Trittin hatte schon immer großes Selbstbewusstsein. Angesichts der jüngsten Umfragen ist es weiter gewachsen, auf ein ziemlich ungewöhnliches Format: Trittins Ego passt durch keine Tür mehr.</description>
            <pubDate>Mon, 26 Jul 2010 20:13:46 +0200</pubDate>
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            <title>Tödliche Enge</title>
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            <description>Und die Musik spielte weiter. Während am Rand des Geländes Tote abtransportiert wurden und überforderte Sanitäter verzweifelt um das Leben von Verletzten kämpften, tanzten vor den Bühnen Zehntausende junger Menschen weiter, als sei nichts geschehen. Die Veranstalter setzten die Loveparade fort, obwohl die ersten Nachrichten von der Katastrophe in Duisburg bereits um die Welt gingen. Das Festhalten der Organisatoren am gewohnten stampfenden Rhythmus aus den Großlautsprechern war, so makaber es erscheinen mag, eine der wenigen Entscheidungen, an deren Richtigkeit am Tag nach der Katastrophe niemand zweifelt: Den jugendlichen Besuchern zunächst nichts von dem zu sagen, was sich ereignet hatte, war der sicherste Weg, zumindest eine zweite Panik zu verhindern. Umso beklommener fühlten sich viele Teilnehmer, als sie später von der traurigen Bilanz erfuhren: 19 Menschen starben, und 342 wurden verletzt, als es auf dem einzigen offenen Weg zu der riesigen Technoparty in Duisburg zu einer tödlichen Enge gekommen war.</description>
            <pubDate>Sun, 25 Jul 2010 17:15:21 +0200</pubDate>
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            <title>Regieren Frauen besser?</title>
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            <description>Zu Adenauers Zeiten war die Welt noch in Ordnung. &amp;bdquo;Morjen, meine Herren!&amp;ldquo; Auch als mit Elisabeth Schwarzhaupt die erste Ministerin in der Kabinettsrunde Platz nahm, mochte Adenauer nicht auf seine legendäre Begrüßungsformel verzichten: &amp;bdquo;In diesem Kreis sind auch Sie ein Herr!&amp;ldquo; Fast 40 Jahre ist das her. Man stelle sich vor, die Herren würden sich heute in der Politik umschauen. Welch ein Graus für die gemütliche Morjen-Runde! In der Thüringer Staatskanzlei sagt eine Frau, wo es langgeht. In Nordrhein-Westfalen gibt seit Kurzem ein Frauenduo den Ton an; am Kabinettstisch ist bunte Reihe, ebenso viele Frauen wie Männer. Im Kanzleramt regiert Angela Merkel, der nachgesagt wird, nach und nach eine komplette Männerriege aus dem Ring geboxt zu haben. Haben Frauen in der Politik gleichgezogen? Noch nicht. Im Bundestag ist nur jeder dritte Abgeordnete weiblich, in den Kommunalparlamenten nur jeder vierte. Dennoch gibt es Hoffnung: Die Politik wird weiblicher. Und das ist gut so.</description>
            <pubDate>Fri, 23 Jul 2010 19:04:44 +0200</pubDate>
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